Aktivitäten
Europa Nostra Austria beteiligte sich im März 2026 an einer fachlichen Eingabe zum Heritage Impact Assessment
24.03.26 Aufbauend auf die Stellungnahme im Civil Society Forum vom November 2025 beteiligte sich Europa Nostra Austria im März 2026 auch an einer weiterführenden fachlichen Eingabe zum von der Stadt Salzburg beauftragten Heritage Impact Assessment (HIA) für das Projekt „Festspielbezirk 2030“. Die an das UNESCO World Heritage Centre, ICOMOS International und weitere mit dem Verfahren befasste Stellen gerichtete Stellungnahme diente dazu, die fachliche Grundlage für die Bewertung des Projekts zu verbreitern. Im Mittelpunkt standen Forderungen nach mehr Transparenz im Planungsverfahren, Kritik an der fachlichen Tiefe des HIA sowie Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf den Outstanding Universal Value der Welterbestätte „Historisches Zentrum der Stadt Salzburg“. Besonders hervorgehoben wurden die Bedeutung des Mönchsbergs als Teil der Kulturlandschaft, die Eingriffe in den denkmalgeschützten Neutortunnel sowie die Notwendigkeit einer umfassenden Betrachtung des Gesamtprojekts.
Weitere Stellungnahme zum Festspielbezirk in Salzburg
Schreiben zum Projekt „Festspielbezirk 2030“ an politische und fachlich zuständige Stellen in Salzburg
Bruno Maldoner thematisierte im Februar 2026 zentrale Fragen zu Transparenz, Maßstäblichkeit, Denkmalschutz und Welterbeverträglichkeit des Projekts
24.02.26 Im Februar 2026 wurde ein Schreiben zum Projekt „Festspielbezirk 2030“ an die Landeshauptfrau von Salzburg, den Bürgermeister der Stadt Salzburg sowie weitere fachlich zuständige Stellen übermittelt. Ausgangspunkt waren die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der denkmalpflegerischen, städtebaulichen und welterberelevanten Auswirkungen des Vorhabens sowie der Mangel an Transparenz im Planungsverfahren.
Im Mittelpunkt des Schreibens standen die aus Sicht von Europa Nostra Austria unzureichende Offenlegung der tatsächlichen Dimensionen des Projekts, die Auswirkungen auf den denkmalgeschützten Festspielbezirk und den Salzburger Stadtraum sowie offene Fragen zur Nachvollziehbarkeit, Finanzierung und Alternativenprüfung. Bezug genommen wurde dabei auch auf einen an die Salzburger Nachrichten übermittelten Leserbrief sowie auf die öffentliche Debatte über das Projekt.
Stellungnahme zum Festspielbezirk in Salzburg
20.11.25 Im Rahmen des Civil Society Forum der Reactive Monitoring Mission 2025 zum Historischen Zentrum der Stadt Salzburg brachte Europa Nostra Austria eine fachliche Stellungnahme zum Festspielbezirk ein. Präsentiert wurde diese von Bruno Maldoner, Vizepräsident von Europa Nostra Austria, Christian Hanus, Vorstandsmitglied von Europa Nostra, sowie Wilfried Schaber, Mitglied von Europa Nostra Austria in Salzburg. Im Mittelpunkt standen die baukulturelle Bedeutung des Festspielbezirks, das architektonische Erbe von Clemens Holzmeister und die Frage, wie Integrität und Authentizität der UNESCO-Welterbestätte langfristig gewahrt werden können. Europa Nostra Austria sprach sich dabei für eine besonders sorgfältige Prüfung der geplanten Eingriffe und für einen welterbeverträglichen Umgang mit dem historischen Bestand aus.
Europa Nostra Austria beteiligte sich am Civil Society Forum der Reactive Monitoring Mission 2025
Stellungnahme zum Abriss des historischen Gasthauses „Weißes Rössl“ in Gries am Brenner
15.04.25 Europa Nostra Austria nahm mit großer Bestürzung zum Abriss des historischen Gasthauses „Weißes Rössl“ in Gries am Brenner Stellung. Das seit 1455 dokumentierte Gebäude, das nach einem Brand im Mai 2023 schwer beschädigt worden war, wurde nach einer gerichtlichen Entscheidung im Februar 2025 abgetragen. In ihrer Stellungnahme an das Landesverwaltungsgericht Tirol bedauerte Europa Nostra Austria den unwiederbringlichen Verlust dieses bedeutenden Kulturdenkmals und kritisierte, dass trotz der Bemühungen des Bundesdenkmalamts und einer Bürgerinitiative keine ausreichenden Maßnahmen zu seinem Erhalt gesetzt wurden. Zugleich wurde auf die kulturelle, historische und identitätsstiftende Bedeutung des Hauses hingewiesen, das über Jahrhunderte ein wichtiger Teil der regionalen Geschichte war. Europa Nostra Austria verband die Stellungnahme mit dem Appell, die bestehenden Denkmalschutzrichtlinien zu überprüfen und den rechtlichen Rahmen für eine wirksamere und nachhaltigere Denkmalpflege in Österreich zu stärken.
Europa Nostra Austria äußerte sich zum Verlust eines bedeutenden Kulturdenkmals in Tirol
Stellungnahme zum Projekt „Intercontinental Hotel / Wiener Eislauf-Verein“ in Wien
Europa Nostra Austria wandte sich an das UNESCO World Heritage Centre zur Entwicklung im Bereich des Historischen Zentrums von Wien
05.07.24 Europa Nostra Austria richtete am 5. Juli 2024 eine Stellungnahme an das UNESCO World Heritage Centre zum Projekt „Intercontinental Hotel / Wiener Eislauf-Verein“ im Bereich der Welterbestätte „Historisches Zentrum von Wien“. Darin wurde hervorgehoben, dass das betroffene Areal Teil des UNESCO-Welterbes ist und die geplante Entwicklung daher im besonderen Maß den Anforderungen des Schutzes des kulturellen Erbes entsprechen muss. Zugleich verwies Europa Nostra Austria auf frühere internationale Bewertungen und brachte als möglichen Lösungsansatz eine städtebauliche Alternative ins Spiel, die sich nach Auffassung der Stellungnahme besser in den historischen Bestand und die bestehende urbane Situation einfügen könnte. Damit verband Europa Nostra Austria den Appell, die Entwicklung dieses sensiblen Stadtbereichs mit größter Sorgfalt und unter Berücksichtigung des Outstanding Universal Value der Welterbestätte zu behandeln.
Stellungnahme zum Bundesgesetz, mit dem das Denkmalschutzgesetz geändert wird
Europa Nostra Austria brachte Ende Dezember 2023 eine umfassende Stellungnahme zur Novellierung des österreichischen Denkmalschutzgesetzes ein
28.12.23 Im Zuge der Novellierung des österreichischen Denkmalschutzgesetzes brachte Europa Nostra Austria am 28. Dezember 2023 eine umfassende Stellungnahme beim Parlament ein. Behandelt wurden dabei zentrale Aspekte des Gesetzesentwurfs, darunter UNESCO-Welterbe, Erhaltungspflicht, Ensemble-Unterschutzstellungen, haftungsrechtliche Sonderbestimmungen, Veränderungen von Denkmalen, Baukultur sowie der Schutz der Umgebung von Denkmalen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der stärkeren Verankerung der Baukultur im Denkmalschutzgesetz. Europa Nostra Austria verwies dabei ausdrücklich auf die Baukulturellen Leitlinien des Bundes sowie auf das Österreichische Raumentwicklungskonzept 2030 „Raum für Wandel“ und empfahl, diese Grundlagen in den Erläuterungen zum Gesetz klar zu berücksichtigen. Die Stellungnahme wurde beim Parlament eingebracht und ist öffentlich einsehbar