Die Stimme des Kulturerbes in Europa

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Vereinsstatuten

Statuten von EUROPA NOSTRA Austria, geändert in der Generalversammlung am 10.09.2015


§ 1. Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

1. Der Verein führt den Namen „EUROPA NOSTRA AUSTRIA“ – Österreichische Initiative zum Schutz des europäischen Kulturerbes. 2. Er hat seinen Sitz in 3500 Krems an der Donau, Donau-Universität Krems, Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30, und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich. Die Errichtung weiterer Geschäftsstellen ist möglich. 3. Die Vorstandsmitglieder sind ordentliche Mitglieder der Dachorganisation "EUROPA NOSTRA".

§ 2. Zweck

1. Die Tätigkeit des Vereines ist nicht auf Gewinn ausgerichtet und verfolgt österreichbezogen die gleichen Ziele wie die internationale Organisation „EUROPA NOSTRA“. 2. Erhaltung, Verwaltung und Wiederherstellung des europäischen Kultur- und Naturerbes in Österreich unter besonderer Berücksichtigung der Heimatpflege und des heimatlichen Charakters. 3. Förderung von Architektur, Bauwesen sowie Stadt- und Landschaftsgestaltung zur Pflege der Schönheit unserer Umwelt und Erhaltung ihrer historischen Werte in Verbindung mit dem Lebensstil von Gegenwart und Zukunft. 4. Verteidigung der Österreichischen Kulturgüter, auch dort, wo ein öffentliches Interesse im Sinne des Denkmalschutzgesetzes nicht vorliegt, seien es bewegliche oder unbewegliche Objekte, Gruppen von solchen Gebieten (z.B. Stadt oder Ortskerne) und Sammlungen. 5. Schutz der Schönheit und Harmonie unserer Umwelt (Stadt- und Ortsbild sowie Landschaft) und Verhinderung oder Beseitigung ihrer Verunstaltung. 6. Schaffung der finanziellen Voraussetzungen für die Förderung der Zielsetzung bzw. Gründung eines Österreichischen Fonds zum Schutz des europäischen Kulturerbes und Förderung der Denkmalpflege. 7. Unterstützung – und Förderung der Tätigkeit der Gemeinden in ihrem kulturpolitisch verantwortungsvollen Wirken im Sinne eines integrierten Denkmalschutzes. 8. Nutzung des kulturellen Werbestandes Österreichs zur Stärkung seines Ansehens in der Welt.

§ 3. Maßnahmen zur Verwirklichung des Vereinszweckes

1. Der Vereinszweck soll durch folgende Maßnahmen verwirklicht werden: a) wissenschaftliche Forschung gemeinsam mit dem universitären Bereich; b) Dokumentation und Veröffentlichung von Arbeiten im Zusammenhang mit Themen des Österreichischen Natur- und Kulturerbes; c) Öffentlichkeitsarbeit und Werbung d) Abwicklung von punktuellen Projektarbeiten, die von Dritten beauftragt werden. e) Kooperation mit anderen Körperschaften mit gleicher oder ähnlicher Zweckorientierung. 2. Aufbringung von Mitteln zur Finanzierung der vorgesehenen Maßnahmen: a) Sponsoring, Förderungen und Stiftungen durch Förderer aus der Wirtschaft c) Verbreitung und ökonomische Verwertung vereinseigener Symbole und Einrichtungen; d) Verkauf marktkonformer Dienstleistungen im Sinne der Vereinsziele.

§ 4. Arten der Mitgliedschaft

1. Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche und Ehrenmitglieder 2. Ordentliche Mitglieder sind jene, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen. Ehrenmitglieder sind Personen, die hiezu wegen besonderer Verdienste um den Verein ernannt werden.

§ 5. Erwerb der Mitgliedschaft

1. Mitglieder des Vereins können alle physischen und juristischen Personen werden. 2. Über die Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand endgültig. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden. 3. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstandes durch die Generalversammlung.

§ 6. Beendigung der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod (bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtspersönlichkeit), durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss. 2. Der Ausschluss eines Mitgliedes aus dem Verein kann vom Vorstand wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten und unehrenhaften Verhaltens verfügt werden. (Gegen den Ausschluss ist die Berufung an die Generalversammlung zulässig, bis zu deren Entscheidung die Mitgliedsrechte ruhen). 3. Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den im Abs. 3 genannten Gründen von der Generalversammlung über Antrag des Vorstandes beschlossen werden.

§ 7. Rechte und Pflichten der Mitglieder

1. Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereines teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereines zu beanspruchen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht stehen allen Mitgliedern zu. 2. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereines nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereines Abbruch erleiden könnte.

§ 8. Vereinsorgane

Organe des Vereins sind die Generalversammlung (§§ 9 und 10), der Vorstand (§§ 11 und 13), die Rechnungsprüfer (§ 14), der Beirat (§ 15) und das Schiedsgericht (§ 16).

§ 9. Die Generalversammlung

1. Die ordentliche Generalversammlung findet alle 5 Jahre statt. Zusätzlich können vom Vorstand außerordentliche Generalversammlungen einberufen werden. 2. Eine außerordentliche Generalversammlung hat der Vorstand jedenfalls auf Antrag von mindestens einem Zehntel der ordentlichen Mitglieder oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer binnen vier Wochen einzuberufen. 3. Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand. 4. Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt und stimmberechtigt. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Juristische Personen werden durch einen Bevollmächtigten vertreten. Die Übertragung des Stimmrechtes auf ein anderes Mitglied ist zulässig. 5. Die Generalversammlung ist unabhängig von der Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. 6. Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit. Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereines geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen. 7. Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Präsident, bei dessen Verhinderung sein Stellvertreter. Wenn auch dieser verhindert ist, führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

§ 10. Aufgabenkreis der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten: 1. Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses; 2. Beschlussfassung über den Rechnungsvoranschlag; 3. Bestellung und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüfer; 4. Festsetzung der Höhe der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und für außerordentliche Mitglieder; 5. Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft; 6. Entscheidung über Berufungen gegen Ausschlüsse von der Mitgliedschaft; 7. Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereines; 8. Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen. § 11. Der Vorstand 1. Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten und seinem Stellvertreter (Vizepräsident), dem Geschäftsführer und seinem Stellvertreter, dem Schriftführer und seinem Stellvertreter, dem Kassier und seinem Stellvertreter sowie allfälligen Vertretern bei EUROPA NOSTRA. 2. Weitere Kooptierungen in den Vorstand sind möglich. 3. Der Vorstand, der von der Generalversammlung gewählt wird, hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes das Recht, stattdessen ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. 4. Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt drei Jahre. Auf jeden Fall währt sie bis zur Wahl eines neuen Vorstandes. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind wieder wählbar. 5. Der Vorstand wird vom Präsidenten, bei dessen Verhinderung vom Vizepräsidenten schriftlich oder mündlich einberufen. 6. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. 7. Den Vorsitz führt der Präsident, bei Verhinderung der Vizepräsident. Ist auch dieser verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied. 8. Außer durch Tod und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. 3) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitgliedes durch Enthebung (Abs. 9) und Rücktritt (Abs. 10). 9. Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne Mitglieder entheben. 10. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktrittes des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung (Abs. 2) eines Nachfolgers wirksam.

§ 12.Aufgabenkreis des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereines. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesonders: 1. Erstellung des Jahresvoranschlages, sowie Abfassung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses; 2. Vorbereitung der Generalversammlung; 3. Einberufung der ordentlichen und der außerordentlichen Generalversammlungen; 4. Information der Mitglieder über Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins in den Generalversammlungen; 5. Verwaltung des Vereinsvermögens; 6. Aufnahme, Ausschluss und Streichung von Vereinsmitgliedern; 7. Bestellung der Beiratsmitglieder; 8. Kooptierung weiterer Vorstandsmitglieder; 9. Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereines; 10. Laufende Aufsicht über die Projektarbeit.

§ 13. Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

1. Dem Präsidenten, im Verhinderungsfall seinem Stellvertreter, obliegt die Vertretung des Vereines, insbesondere nach außen, gegenüber Behörden und dritten Personen. Bei Gefahr in Verzug ist er berechtigt, auch Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstandes fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan. 2. Der Geschäftsführer, im Verhinderungsfall sein Stellvertreter, hat den Präsidenten bei der Führung der Vereinsgeschäfte zu unterstützen. 3. Der Kassier und sein Stellvertreter sind für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereines verantwortlich. 4. Schriftliche Ausfertigungen und Bekanntmachungen des Vereines, insbesondere den Verein verpflichtende Urkunden, sind vom Präsidenten und vom Geschäftsführer, sofern sie jedoch Geldangelegenheiten betreffen, vom Präsidenten und vom Kassier gemeinsam zu unterfertigen. Im Verhinderungsfall sind jeweils deren Stellvertreter zuständig.

§ 14. Die Rechnungsprüfer

1. Die zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. 2. Den Rechnungsprüfern obliegen die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Sie haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten. 3. Die Rechnungsprüfer dürfen keine Funktion ausüben, deren Tätigkeit ihrer eigenen Kontrolle unterliegt. 4. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 11. Abs. 3, 8, 9, 10 und 11 sinngemäß.

§ 15. Der Beirat

1. Der Beirat besteht aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Politik, Wissenschaft und Wirtschaft), die vom Vorstand bestellt werden. 2. Dem Beirat obliegt die Beratung des Vorstandes in allen aktuellen öffentlichen Angelegenheiten, soweit sie die Zielsetzungen des Vereines betreffen.

§ 16. Das Schiedsgericht

1. In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht. 2. Das Schiedsgericht setzt sich aus fünf ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von 10 Tagen dem Vorstand zwei Mitglieder als Schiedsrichter namhaft macht. Diese wählen mit Stimmenmehrheit einen Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. 3. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind endgültig.

§ 17. Auflösung des Vereines

1. Die freiwillige Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen beschlossen werden. 2. Der letzte Vereinsvorstand hat die freiwillige Auflösung schriftlich der Vereinsbehörde anzuzeigen. 3. Das im Falle der Auflösung oder bei Wegfall des begünstigten Vereinszweckes allenfalls vorhandene Vereinsvermögen ist dem Bundesdenkmalamt für Zwecke der Denkmalpflege in historischen Städten und Gemeinden/Institutionen oder Einrichtungen/Vereinen, die gleiche oder sinnverwandte Zwecke verfolgen, zu übergeben, bzw. ist ausschließlich und zur Gänze für gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 4ff BAO zu verwenden.

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